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Lotus Foundations Teil 1: Was ist das eigentlich?

Tags: Foundations
(Fortsetzung von Einer fuer alle(s)!?)

Karl-Heinz ist neugierig und Edgar zoegert nicht lange. Die brennendste Frage will beantwortet werden: Was ist Lotus Foundations?

Bei Lotus Foundations handelt es sich nicht etwa um ein Buendel CDs, die auf verschiedenster Hardware zu installieren waere. Nein, es handelt sich um einen einzigen Server, eine sog. Appliance. Von der IBM speziell auf die Anforderung kleiner und mittlerer Unternehmen zugeschnitten. Und dieser Server hat es in sich. Er ist naemlich im wahrsten Sinne des Wortes einer fuer alles:

  • Server fuer E-Mails, Kalender und Kontakte
  • Zentraler Datei- und Druckserver
  • Backup-Server mit Disaster-Recovery
  • Firewall mit Antivirus und Antispam
  • VPN-Server
  • Server fuer Bueroanwendungen (Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Praesentationen)

    Wie das funktioniert? Ganz einfach.
  • Dieser spezielle Server hat ein spezielles Betriebssystem, welches sicher auf einem Flash-Speicher installiert ist. Er verfuegt weder ueber Tastatur noch Maus oder Bildschirm. Die Bedienung und Einrichtung erfolgt komplett ueber einen Webbrowser. Eine Basiskonfiguration ist schon nach weniger als 30 Minuten abgeschlossen. Und zwar mit alle den genannten Funktionen und Moeglichkeiten.
    Aufwendiges Installieren von Updates oder zeitraubende Migrationen zu neuen Versionen? Nicht mit Lotus Foundations! Der Server laedt speziell zugeschnittene und angepasste Updates direkt von der IBM. Installation und Updates ohne manuellen Aufwand und auf Knopfdruck - garantiert.
    Und wenn etwas passiert und die Daten zurueckgespielt werden muessen? Dank des integrierten Plattenbackups (idb) kein Problem! Der Server sichert alle Daten auf Wunsch im Abstand von 15 Minuten inkrementell. Auf Knopfdruck koennen alte Versionen zurueckgeholt werden. Sollte einmal die komplette Hardware zerstoert werden, legt man das Backup-Laufwerk einfach in einen neuen Server ein, drueckt einen Knopf und innerhalb von Minuten ist alles wie vorher.

    Da sich das nicht nur gut anhoert, der Server auch noch schoen aussieht und vor allem der Preis sensationell guenstig ist, ist auch Karl-Heinz ueberzeugt. Er bestellt seinen Lotus Foundations Server und Edgar beginnt umgehend mit dem Aufbau. LF.jpg

    Inbetriebnahme
    aeusserlich ist der Foundations Server kaum von einer normalen Server zu unterscheiden. Einzig vielleicht das kleine Display hinter der oberen Frontklappe mit den Tasten fuer die Navigation, Restore und Backup lassen erahnen, dass hier etwas anders ist. Auch die Wechselplatte faellt auf. Diese kann einfach im laufenden Betrieb herausgenommen und durch eine zweite ersetzt werden. Foundations sichert dann einfach auf die zweite Platte, waehrend die erste bspw. sicher im Tresor aufbewahrt wird.
    Die untere Klappe gibt den Blick auf die noch ausbaufaehigen Festplattenschaechte frei. Karl-Heinz hat sich fuer die groessere der beiden Grundkonfigurationen entschieden. Dabei wird eine 500 GB Platte ohne RAID-System genutzt. Beim Einbau weiterer Platten ist sowohl ein RAID 1 als auch eine RAID 5-Konfiguration moeglich.
    Die seitliche Klappe gibt den Blick auf das sehr aufgeraeumte Innere des Foundations Server frei. Hier gibt es ebenfalls keine Unterschiede zu einem herkoemmlichen Server. Auf der Rueckseite faellt dem geschulten Auge auf, dass es drei Netzwerkkarten, dafuer aber keinerlei Anschluesse fuer Maus und Tastatur gibt.

    Demnach ist das Anschliessen auch ganz einfach. Strom rein, Netzwerkkabel eingestoepselt und einschalten. Auch jetzt ist alles wie von einem Server erwartet. Alle Luefter bruellen los und zeigen, was in dem Foundations Server steckt. Edgar hat hier kein Spielzeug vor sich. Die Maschine kann und will gefordert werden. Die Luefter beruhigen sich schnell und Edgar sieht am Display, wie der Server startet und seine einzelnen Systemkomponenten ueberprueft. Ganz unscheinbar. LF_Display.jpg

    Wenn die IP-Adresse im Display erscheint, die sich Edgars Server vom DHCP-Server geholt hat, kann's losgehen.

    Die Konfigurationsoberflaeche wird mit der URL https://ipadresse:8043 aufgerufen, wo zunaechst der User "root" als Administrator angelegt und die DNS-Domaene des Servers festgelegt wird. Anschliessend erfolgt die Anmeldung: Foundations_1st_login.png

    Um den Server fuer kuenftige Aufgaben fit zu machen, muessen zunaechst die Platten konfiguriert werden. Edgar entscheidet sich die 500 GB Platte als eigenstaendige und die Wechselplatte als IDB-Sicherungsplatte zu konfigurieren. Plattenkonfig.png
    Nach einigen Minuten ist die Konfiguration abgeschlossen.

    Lesen Sie im naechsten Teil, wie im naechsten Schritt ein Domaincontroller eingerichtet, die ersten User angelegt und direkt E-Mails versandt werden koennen.

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